Weck das Kind in Dir

„Willkommen im neuen Jahr“ oder „Immer wieder grüsst der Januar“ – wie auch immer, auf jeden Fall ein neues Jahr mit 365 Tagen zu unserer freien Verfügung.

Fragen wir uns vor diesem Hintergrund: Wie ist unsere Haltung im Leben? Und wie soll sie in diesem Jahr sein? Wollen wir hart und unüberwindbar sein? Wollen wir uns in einer Welt, in der man Karriere oft nur durch rücksichtslosen Ellbogeneinsatz machen kann, als der Stärkste hervortun?

Wie oft hört man den Ausspruch: „Wenn Du in dieser Welt weiterkommen willst, musst Du hart und unverwundbar werden, so dass Dich nichts erschüttern und nichts verletzen kann.“ Doch wer hart wird, der kapselt sich vom Leben ab, wird unmenschlicher und lässt sein Herz langsam absterben. Viele Menschen, die diesen Weg gewählt haben, glauben, dass ihre Härte und ihre Mauer zwischen sich und der Welt ihnen Schutz und Kraft gibt, doch tatsächlich isoliert sie sie vom Puls des Lebens, trennt sie von der Quelle und lässt somit auch die Liebe nicht mehr zu ihnen durch. Und so wird das Leben zu einem freudlosen und dunklen Überlebenskampf.

Weck das Kind in Dir Kopie

Die glücklichsten Menschen der Welt sind Kinder. Für sie ist GLÜCK kein abstrakter Begriff, sondern etwas Alltägliches. So gut wie jeder Erwachsene möchte die unbeschwerten Jahre der Kindheit zurück gewinnen – das Staunen, die Freude, die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und die Welt jeden Tag ein klein wenig mehr kennen zu lernen. Da ist keine Mauer, keine Härte, kein kühles Verstandesdenken, sondern die reine Freude am Sein.

Ein Märchen darüber: Wie alles begann!

Unser Universum wurde erschaffen von einer höheren Macht. Es ist die absolute schöpferische Kraft und Energie des ALLES WAS IST. Es ist die Energie, die manche von uns – Gott das Licht – nennen.

GalaxieVor langer, langer Zeit kam der Tag, an dem fühlte Gott sich sehr einsam in der Weite des Raumes. Und weil die Kraft seines Erschaffens im Denken begründet liegt, und Gott sich Gleichgesinnte wünschte, erschuf er mit seinen Wünschen Wegbegleiter, und es entstand das Leben der Gottesfunken in den Universen. Diese neuen Seelen, die Kinder des Schöpfers besaßen die gleichen Schöpferkräfte, trugen die gleiche Liebe, die gleiche Weisheit, das gleiche allumfassende Wissen, die gleiche Urteilskraft und das gleiche Mitgefühl des Vaters ins sich, und wir besaßen einen freien Willen, wie unser Schöpfer. Es herrschte Freude, Heiterkeit, tiefe Liebe und Gelassenheit in den Universen.

Wir waren wie unerfahrene Kinder und in so mancher Seele keimte der Wunsch dem allmächtigen Schöpfer an Weisheit und Allwissenheit nachzueifern. Denn wir besaßen zwar das gesamte Wissen, doch wir hatten es niemals erfahren. So machte sich eine Seele auf dem Weg zum Vater. Sie schaute ihn bittend und liebend und fragte:

Seele: „Vater wie kann ich so allumfassend allwissend werden wie Du?“

Jede Veränderung beginnt zuerst bei uns selbst

Wir alle wünschen uns eine Welt des Friedens, des Glücks und der Liebe. Eine Welt ohne Krieg, ohne Leid und ohne Ausbeutung der Umwelt. Und es gibt viele Menschen, die ihr Bestes geben, um die Zustände der Welt zu verbessern, doch übersehen sie dabei oftmals, dass alles bei uns selbst beginnt.

Erinnern wir uns hier an das Gesetz der Anziehung. Das, was wir ausstrahlen, bekommen wir zurück. Wir können nicht Krankheit denken und Gesundheit anziehen. Wir können nicht Mangel denken und Reichtum anziehen. Wir können nur das ausstrahlen, was wir innerlich sind. Deshalb gilt: Wie innen, so außen. Es spielt keine Rolle, ob wir nach außen hin lächeln und freundlich sind, ob wir uns draußen für eine gute Sache einsetzen, zugleich aber innerlich ein verbitterter Mensch sind – entscheidend ist einzig und allein, ob die nach außen hin gezeigten Gesten, Worte und Handlungen mit unserem Inneren übereinstimmen und nicht nur geschauspielert sind.

Beginne bei Dir selbst

Wichtig ist, wie wir uns innerlich fühlen, denn das, was wir dort sind, erschafft unser gesamtes Leben. Veranstalte ich im Außen Friedensaktionen, bin aber innerlich voller Hass gegen jene Menschen, die Kriege verursachen, strahle ich destruktive Energie aus, setze destruktive Ursachen und werde destruktive Wirkungen erleben. Alle Schwierigkeiten, die wir in unserem näheren Umfeld bemerken, signalisieren uns, dass es etwas IN UNS zu bereinigen gibt. Solange wir nicht bei uns selbst angekommen sind, werden wir auf der Welt nichts dauerhaft zum Guten verändern können. Ein Mensch, der mit sich selbst noch nicht im Reinen ist und der versucht, die Probleme in der Welt zu lösen, kreiert letztendlich nur noch mehr Probleme.

Wie gesagt: Es gibt sehr viele Menschen, die die Welt retten wollen, aber ihr eigenes Leben nicht im Griff haben. Es gibt auch zahlreiche Leute, die das Gesetz der Resonanz verkünden, aber gleichzeitig seit Jahren Streit mit ihrem Nachbarn haben und noch länger kein Wort mit den Eltern gesprochen haben. Deshalb sollten wir nicht so sehr auf die anderen Menschen schielen und sie belehren, sondern uns mit uns selbst befassen. Fakt ist: Wir selbst sind uns am nächsten. Lassen wir unsere eigene Seelentemperatur steigen.

Die Eltern sagten zu ihrem Kind: „Und vergiss bitte nie, immer für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen.“ Das Kind fragte neugierig: „Und was tun dann die anderen?“ Die Eltern antworteten: „Die anderen Menschen helfen auch wieder anderen.“ Darauf das Kind: „Ist das aber umständlich. Wieso helfen nicht alle sich selber, statt durch die Gegend zu laufen und das Ganze zu verkomplizieren? Wenn der Einzelne erst mit sich selbst zufrieden und glücklich ist, kann er aus diesem Zustand sein Glück mit seinen Mitmenschen teilen.“